Frankreich und Russland komplettieren Halbfinale

Frankreich (64:56 über Griechenland) und Russland (77:67 über Serbien) komplettieren das Halbfinale bei der EM in Litauen. Beide Teams bestreiten am Freitag das zweite Halbfinale, im ersten treffen zuvor Spanien und Mazedonien aufeinander. Im Platzierungsspiel um die Plätze 5-8 sicherte sich Litauen mit einem 80:77 über Slowenien einen von vier europäischen Startplätzen in der Olympia-Qualifikationsrunde.

Litauen – Slowenien  80:77 (19:20, 25:13, 19:24, 17:20)

Nicht einmal 18 Stunden nach ihrem bitteren Viertelfinal-Aus kämpfte Litauen in einem erneut dramatischen Finish Slowenien mit 17 Punkten von Mantas Kalnietis 80:77 nieder. Angeführt von Sarunas Jasikevicius (12 Punkte und 7 Assists) führte Litauen zur Halbzeit bereits 44:33. Doch die Slowenen um Goran Dragic und Erazem Lorbek (je 16 Punkte) kamen mit höherem Tempo noch einmal zurück (68:72). Am Ende wurde aber Mantas Kalnietis mit vier Punkten in Folge zum 80:77 Matchwinner. Goran Dragics letzter Dreierversuch zum möglichen Ausgleich verfehlte den Korb. 

Frankreich – Griechenland  64:56 (14:17, 13:14, 13:12, 24:13)

Das Trio Tony Parker (18 Punkte), Nando De Colo (16) und Nicolas Batum (15) warf Frankreich zum 64:56 über Griechenland, das mit seinem Center Giannis Bourousis (17 Punkte und 11 Rebounds) stark dagegenhielt. Die Griechen erwischten Frankreich mit einem von Nick Calathes und Antonis Fotsis getragenen 4:15-Blitzstart zunächst auf dem falschen Fuß. Tony Parker und Nando De Colo glichen auf 21:21 aus, bevor Bourousis Griechenland mit acht Punkten in Folge eine 27:31-Führung verschaffte. Bourousis und Kostas Kaimakoglou gaben auch nach dem Seitenwechsel den Ton an. Über eine eingestreuten Zonenverteidigung erzwang Frankreich aber den Ausgleich, ging mit Batum und Parker zu Beginn des Schlussviertels erstmals 49:45 in Führung und verteidigte diese mit weiteren Treffern von Parker und Batum bis in die letzte Minute (60:56), wo De Colo und Joaquim Noah mit Freiwürfen Frankreichs Sieg endgültig unter Dach und Fach brachten.

Russland – Serbien  77:67 (16:12, 18:15, 20:21, 23:19)

Eine sehr ausgeglichene Teamleistung, angeführt vom nicht nur als Topscorer (14 Punkte), sondern auch mit 11 Rebounds, 6 Assists und 4 Steals glänzenden Andrej Kirilenko, verhalf Russland zum 77:67 über Serbien, Russland dominierte im ersten Viertel mit dem starken Center Timofej Mozgov die Körbe und ließ dessen Gegenüber Nenad Krstic überhaupt nicht ins Spiel kommen. So blieb den Serben nur die Option, von außen mit Milos Teodosic (mit 20 Punkten am Ende bester Werfer) und Dusko Savanovic dagegenzuhalten (14:12). Schon zu Beginn des zweiten Viertels setzte sich Russland mit den ersten Dreiern von Viktor Khryapa 29:17 ab. Mit der Einwechslung von Kosta Perovic kam Serbien innen besser ins Spiel und verkürzte bis zur Halbzeit auf 34:27. Aber auch in kleiner Aufstellung (ohne Mozgov) verteidigte Russland diese Führung im dritten Viertel – trotz neun Punkten durch Serbiens Center Krstic (54:48). Das frühe fünfte Foul von Mozgov (58:54) steckten die Russen mit dem nun auch als Scorer in Erscheinung tretenden Kirilenko ebenfalls weg und schaukelten den Sieg letztlich souverän nach Hause.