Spanien und Frankreich bestreiten das Finale

Titelverteidiger Spanien (92:80 im ersten Halbfinale über Mazedonien) und Frankreich (79:71 im zweiten Halbfinale über Russland) spielen am Sonntag im großen Finale der Europameisterschaft. Spanien und Frankreich sicherten sich mit ihren Siegen zudem die beiden festen europäischen Startplätze bei den Olympischen Spielen 2012 in London ein. Mazedonien, Frankreich, Litauen und Griechenland nehmen aus Europa an der im Vorfeld der Spiele angesetzten Olympia-Qualifikation teil, in der 12 Nationalteams um die drei letzten Olympia-Tickets kämpfen. Griechenland sicherte sich die Teilnahme an diesem vorolympischen Turnier am Freitag in Kaunas mit einem 87:77 im Platzierungsspiel über Serbien.

Griechenland – Serbien  87:77 (34:8, 14:18, 16:22, 23:29)

Gegen ein serbisches Team, das nicht den Eindruck erweckte, dass ihm sonderlich viel an einer Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier lag, stürmte Griechenland gleich im ersten Viertel zu einer 34:8-Führung.Mit Marko Keselj (22 Punkte) verkürzte Serbien in der Folge auf 65:55, doch Griechenlands gut aufgelegter Center Giannis Bourousis (mit 27 Punkten Topscorer) stoppte die Aufholjagd mit sieben Punkten in Folge (72:57).

Spanien – Mazedonien 92:80 (26:18, 18:27, 27:17, 21:18)

Eine Galavorstellung von Juan Carlos Navarro (35 Punkte, 5/9 Dreier) verhalf Spanien zum 92:80 über ein erneut imponierendes mazedonisches Team um Bo McCalebb (25). Spanien, mit 19 Offensivrebounds am Brett überlegen, nutzte eine Schwächephase der Mazedonier, die gegen Ende des ersten Viertels versäumten, aus einem technischen Foul gegen Marc Gasol Kapital zu schlagen, zu einer 28:18-Führung. Der Außenseiter fand aber mit einer sehr beweglichen Zonenverteidigung noch vor der Halbzeitpause zurück ins Spiel (44:45). Auch die gute mazedonische Defense war aber gegen Juan Carlos Navarro überfordert, der im dritten Viertel allein 19 Punkte markierte und Spanien vor der letzten Viertelpause mit drei Dreiern 71:62 in Führung warf. Von diesem Nackenschlag erholte sich Mazedonien im Schlussviertel nicht mehr.

Frankreich – Russland  79:71 (17:16, 22:18, 16:13, 24:24)

Tony Parker (22 Punkte) und Nicolas Batum (19) führten Frankreich in einer hochklassigen Partie zum 79:71 über Russland (Topscorer Andrej Kirilenko mit 21 Zählern). In einer von 12 Führungswechseln geprägten abwechslungsreichen ersten Halbzeit voller spielerischer Höhepunkte setzte sich Frankreich erst kurz vor der Pause mit zwei Dreiern von Batum und Parker leicht 39:34 ab. Aber schon nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang markierte Russlands Center Timofej Mozgov den Ausgleich (39:39). Das Spiel wurde jetzt auf beiden Seiten sehr viel physischer und verbissener. Zwei Dreier durch Batum und die Präsenz von Joaquim Noah unter den Körben gaben Frankreich eine neue 51:45-Führung. Nach Noahs drittem Foul sprang Ali Traore ein und erhöhte mit sechs Punkten in Folge sogar auf 57:47. Kirilenko stemmte sich noch einmal mit 12 Punkten im Schlussviertel dagegen, aber Nicolas Batum und Parker sorgten mit zusammen 16 Punkten dafür, dass Frankreichs Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.