EM 2011, Zwischenrunde in Vilnius, 5. Spieltag:

Serbien – Türkei 68:67 (18:11, 17:16, 21:26, 12:14)

Eine schwache Freiwurfquote von nur 55 Prozent (16/29) kostete die Türkei in einem Thriller den möglichen Sieg über Serbien. Milos Teodosic führte die Serben mit 20 Punkten, 8 Rebounds und 5 Assists zum 68:67-Sieg und ins Viertelfinale. Die Türken starteten schwach und machten es den Serben mit nur 1/6 Freiwürfen im ersten Viertel leicht, 18:11 in Führung zu gehen. Auch beim Rebound überlegen, bauten die Serben mit Milos Teodosic (14 Punkte bis zur Pause) ihre Führung sogar auf 29:15 aus, bevor Kerem Tunceri mit den ersten türkischen Dreiern auf 33:25 verkürzte (Halbzeit 35:27). Mit dem Center-Duo Ömer Asik und Enes Kanter eroberten sich die Türken nach dem Seitenwechsel die Lufthoheit unter den Körben und holten Punkt um Punkt auf. Serbien benötigte jetzt Außenschützen wie Dusko Savanovic (14 Punkte), um am Drücker zu bleiben. Aber auch bei den Türken lief jetzt Ömer Onan mit neun Punkten im dritten Viertel heiß und verkürzte auf 56:53. Das Schlussviertel wurde zu einer punktarmen und extrem intensiven Nervenschlacht. Die Türkei kämpfte sich auf 62:60 heran, doch Ersan Ilyasova verschenkte mit 1/3 Freiwürfen die Chance zur Führung. Auch bei den Serben lagen die Nerven blank: Teodosic verlor den Ball, vergab einen Dreier und die Türken hatten beim Stand von 68:67 den letzten Angriff. Nach einem Offensivrebound nahm der tragische Held Ilyasova den letzten Wurf und vergab.

 

Frankreich – Spanien 69:96 (22:21, 16:18, 10-29, 21:28)

Sichtlich entspannter ging es im folgenden Spiel zu. Zwischen den bereits qualifizierten Franzosen und Spaniern ging es schließlich „nur noch“ um den Gruppensieg, den sich Spanien mit einem 96:69-Sieg sicherte. Spaniens Topscorer Rudy Fernandez (15) und Juan Carlos Navarro (16) verzeichneten beim Sieger mit 7/8 Würfen an der Dreierlinie eine fast makellose Bilanz. Bei den Franzosen punkteten die Center Ali Traore (16) und Kevin Seraphin (18) am eifrigsten. Wie von Trainer Vince Collet angekündigt, verzichtete Frankreich auf den Einsatz seiner beiden NBA-Stars Tony Parker und Joaquim Noah, erspielte sich mit 10 Punkten durch den kräftigen Center/Forward Kevin Seraphin im ersten Viertel aber trotzdem eine 22:21-Führung. Im zweiten Viertel ging das muntere Auf und Ab weiter. Juan Carlos Navarro machte mit seinem dritten und vierten Dreier (ohne Fehler) den Unterschied zur spanischen 38:39-Führung aus. Frühe hohe Foulbelastung fast aller französischen Innenspieler (Seraphin sogar schon mit vierten in der 23. Minute) öffnete den Spaniern nach dem Seitenwechsel die Räume unter dem Korb. Drei Dreier von Rudy Fernandez Krönten Spaniens vorentscheidenden 27:4-Durchmarsch zur 42:66-Führung gegen die mit ungewohnten Aufstellungen experimentierenden Franzosen.