Russland geht ungeschlagen ins Viertelfinale

Am letzten Spieltag der Zwischenrunde qualifizierte sich in der Gruppe F Slowenien mit einem 67:60 über Finnland als achtes und letztes Team für das am Mittwoch und Donnerstag in Kaunas gespielte Viertelfinale. Russland sicherte sich mit einem glücklichen 63:61 gegen Mazedonien den Gruppensieg und fährt als einziges ungeschlagenes Team nach Kaunas. Ein für den Tabellenstand bedeutungsloser 73:60-Sieg Griechenlands über Georgien rundete den Spieltag ab. Im Viertelfinale kommt es damit zu folgenden vier Paarungen: Spanien (E1) – Slowenien (F4), Frankreich (E2)  – Griechenland (F3), Litauen (E3) – Mazedonien (F2) und Serbien (E4) – Russland (F1).

Slowenien – Finnland 67:60 (14:12, 28:16, 12:20, 13:12)

In einer auf beiden Seiten von schwachen Wurfquoten geprägten Partie setzte sich Slowenien dank der Überlegenheit seiner drei Center Erazem Lorbek (14 Punkte + 6 Rebounds), Uros Slokar (13 + 8) und Mirza Begic (8 + 8) 67:60 gegen Finnland durch. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel setzte sich Slowenien mit einer guten Balance von außen wie innen erzielten Punkten im zweiten Viertel 42:28 gegen die von außen ungefährlichen Finnen ab. Als Petteri Koponen und Shawn Huff (mit 14 bzw. 13 Zählern Finnlands Topscorer) nach dem Seitenwechsel endlich die ersten finnischen Dreier trafen, schmolz der slowenische Vorsprung sofort auf 54:48, wobei die Finnen noch zahlreiche leichte Korbleger vergaben. Im Schlussviertel sorgten Lorbek und Jaka Lakovic wieder für einen soliden 63:51-Vorsprung, den die Slowenen auf der Zielgeraden aber mit Schwächen an der Freiwurflinie selber noch einmal in Gefahr brachten: Teemu Rannikko und Koponen verkürzten mit Dreiern auf 64:60, um dann im folgenden die einfachen Punkte am Brett wieder zu vergeben (Endstand 67:60). 

Russland – Mazedonien 63:61 (19:20, 18:14, 14:15, 12:12)

Ein Dreier zur Schlusssirene von Sergej Monya rettete Russlands 63:61-Sieg über die einmal mehr von dem unverwüstlichen Duo Bo McCalebb (16 Punkte) und Pero Antic (15 Punkte und 10 Rebounds) getragenen Mazedonier, die zunächst hellwach mit einem 8:0-Lauf ins Spiel gegangen waren und diese Führung lange gegen die sich mit besserer Verteidigung nur langsam ins Spiel tastenden Russen (19:20) verteidigten. Im zweiten Viertel setzten sich die Russen mit ihrem Topscorer Aleksej Shved (14) allmählich 30:23 ab – auch weil Mazedoniens Spielmacher Vlado Ilievski (2/12 aus dem Feld) das Wurfpech an den Fingern klebte. Aber Dreier von Antic, Giorgi Chekovski und Vojdan Stojanovski brachten Mazedonien noch vor der Pause wieder in Schlagdistanz. Das mit nicht weniger als acht Führungswechseln unterhaltsame dritte Viertel sah die Russen trotz wachsender Foulprobleme (vier Spieler mit je drei, darunter Andrej Kirilenko und Timofej Mozgov) am Ende 51:49 vorne. Die Russen dominierten die Rebounds, aber auch im Schlussviertel ließ sich Mazedonien mit seiner besseren Dreierquote nicht abschütteln. 41 Sekunden vor Schluss traf McCalebb zwei Freiwürfe zur 60:61-Führung. Am Ende blieben Russland nur noch 1,8 Sekunden für den letzten Angriff – genug für den Sieg-Dreier von Sergej Monya zum 63:61.