Frankreich bleibt ungeschlagen, Litauen bezwingt Serbien

EM 2011, Zwischenrunde in Vilnius, 1. Spieltag:

Am ersten Zwischenrundenspieltag setzten sich nach dem deutschen 68:77 gegen Spanien in der Gruppe E Frankreich (68:64 gegen die Türkei) und Litauen (100:90  gegen Serbien) durch. Aus Sicht der DBB-Auswahl droht in der Tabelle nach diesen Resultaten nach Frankreich (3:0 Siege) und Spanien (2:1) auch Litauen (2:1) zu enteilen. Im Kampf um den vierten Platz müssen sich die Deutschen (0:3) jetzt auf die Türkei und Serbien (je 1:2 Siege) konzentrieren.

Türkei – Frankreich 64:68 (14:12, 13:19, 17:26, 20:11)

Ein starkes zweites und drittes Spielviertel verhalf den einmal mehr von Tony Parker (20 Punkte) angeführten Franzosen in einer verbissenen Verteidigungsschlacht zu einem 68:64-Sieg über die Türkei (Topscorer Hidayet Türkoglu mit 13). Mit dem unter den Körben dominierenden Ömer Asik und Dreiern durch Ömer Onan gingen zunächst die Türken 10:4 in Führung, bevor der Sieger der deutschen Vorrundengruppe seinen Rhythmus fand (14:12). Ali Traore brachte Frankreich jetzt auch am Brett besser zur Geltung und erzielte deren erste Führung (20:21). Nicolas Batum (13 Punkte, alle in der ersten Hälfte) setzte den französischen Lauf mit sieben Punkten in Folge zur 27:31-Halbzeitführung fort. Nach der Pause verschenkten die Türken viele Chancen, während auf der anderen Seite Tony Parker mit zehn Punkten im dritten Viertel aufdrehte (44:51). Aber auch zwei Dreier durch Charles Kahudi und Mickael Gelabale kurz vor der letzten Viertelpause (44:57) demoralisierten die Türken nicht. Aus der Distanz glücklos, zogen Hidayet Türkoglu, Ersan Ilyasova und Emir Preldzic immer besser zum Korb und verkürzten noch auf 61:63. Den Dreier zur möglichen Führung vergab dann aber Kerem Tunceri 25 Sekunden vor Schluss. Tony Parker besiegelte Frankreichs 64:68-Sieg mit 5/6 Freiwürfen.

Serbien – Litauen

Eine traumhafte Dreierquote von 11/20 führte Litauen zu einem souveränen 100:90-Sieg über Serbien. Gegen den von Spielmacher Mantas Kalnietis (5/7 Dreier, 19 Punkte, 7 Assists) angeführten Dreierregen, nützten den Serben auch 21 Punkte ihres Centers Nenad Krstic nichts, der zusammen mit dem flinken Milenko Tepic 16 der ersten 20 serbischen Punkte erzielte. Die Litauer setzten ihr schnelles Tempospiel und eine hohe Trefferquote auch aus der Distanz dagegen und lagen nach zehn Minuten 24:26 vorne. Im zweiten Viertel trafen auch die Serben ihre ersten Dreier, aber die Litauern liefen noch heißer und nahmen eine 44:54-Führung mit in die Halbzeit. Während Serbiens Spielmacher Milos Teodosic sich gegen die gute Verteidigung von Rimantas Kaukenas schwer tat, glänzte sein Gegenüber Mantas Kalnietis auch nach der Pause weiter und erhöhte mit seinem vierten Dreier auf 46:59 und bremste den serbischen Zwischenspurt gegen Ende des dritten Viertels mit seinem fünften Distanztreffer aus. Auch das letzte serbische Aufbäumen im Schlussviertel (79:86) wurde von einem litauischen Dreier (Paulius Jankunas) gestoppt. Litauens mit 18 Punkten imponierender 19-jähriger Centerhoffnung Jonas Valanciunas blieb es vorbehalten, den Hunderter zum 90:100-Sieg vollzumachen.