Frankreich, Russland und Mazedonien im Viertelfinale

EM 2011, Zwischenrunde in Vilnius, 2. Spieltag:

Am zweiten Tag der Zwischenrunde wahrten in der Gruppe F Mazedonien (65:63 über Georgien) und Russland (79:60 über Finnland) ihre weiße Weste und folgten damit den bereits am Vortag qualifizierten Franzosen mit 3:0 Siegen ins Viertelfinale. Im besten Spiel des Tages bezwang Griechenland Slowenen mit 69:60 und ist nun mit 2:1 Siegen Gruppendritter.

Georgien – Mazedonien 63:65 (12:13, 14:16, 18:25, 19:11)

Ohne den verletzten NBA-Center Zacha Pachulia und ab dem zweiten  zweiten Viertel auch ohne den verletzt ausgeschiedenen Spielmacher Giorgi Tsintsadze lieferte Georgien dem Gewinner der Vorrundengruppe C in einer niveauarmen, aber dramatischen Partie einen tollen Kampf. Das Happy End blieb für das Team um Center Nikoloz Tskitishvili (20 Punkte) aber aus, weil Mazedoniens mit 27 Zählern überragender Spielmacher Bo McCalebb zwei Sekunden vor Schluss mit einem forschen Zug zum Korb den Siegtreffer zum 63:65 erzielte. Zuvor hatten die Mazedonier bereits zwei zweistellige Führungen (14:24 vor und 37:52 nach der Pause) gegen die immer wieder wechselnde Verteidigungen einstreuenden Georgier verspielt. Auch die schwache mazedonische Dreierquote von 6/27 stand einer frühen Entscheidung entgegen, so dass Sieg oder Niederlage nach dem Ausgleich durch Tskitishvili in den Händen von McCalebb lag.

Finnland – Russland 60:79 (14:18, 6:15, 18:26, 22:20)

In einer einseitigen Partie hatten die vom früheren DBB-Bundestrainer Henrik Dettmann gecoachten Finnen nicht den Hauch einer Chance gegen den Gewinner der Vorrundengruppe D. Dank zwei Dreiern ihres Spielmachers Teemu Rannikko hielten die Finnen noch bis zum 14:14 mit. Danach zeigte die deutliche Überlegenheit der Russen am Brett Wirkung. Vorne suchten sie konsequent die leichten Punkte unter dem Korb und hinten riegelten sie die eigene Zone so effektiv ab, dass die Finnen bis zur Halbzeit (20:33) nur 5/21 aus Nah- und Mitteldistanz trafen und 20:33 hinten lagen. Gegen schon zur Pause hoch foulbelastete finnische Innenspieler hatten Andrej Kirilenko (14), Andrej Vorontsevich (11) und Timofej Mozgov (11) im zweiten Durchgang noch mehr Platz. Im Schlussviertel durften auch Bankspieler wie Alexej Shved (12) ihre Können zeigen (Endstand 60:79).

Slowenien – Griechenland 60:69 (13:18, 12:19, 21:7, 14:25)

Nikos Zisis führte Griechenland mit 19 Punkten und zwei in der Schlussphase entscheidenden Dreiern zum 69:60 gegen Slowenien, das vor allem an der Freiwurflinie zu viele Punkte liegen ließ (14/24). Griechenland suchte zunächst die leichten Punkte am Brett und kam so zu einer 13:18-Führung. Als die Slowenen ihre Verteidigung mit zwei Centern unter dem Korb mehr zusammenzogen, antworteten die Griechen prompt mit ihren ersten Dreiern (20:35). Nach dem Seitenwechsel (25:37) änderte sich das Bild dramatisch, denn die Griechen schwächelten auf einmal vorne gegen eine Zonenverteidigung und hinten gegen den von Jaka Lakovic (mit 14 Punkten bester Slowene) aus dieser Defense heraus organisierten Angriffswirbel. Noch vor der letzten Viertelpause warf Matjas Smodis die Slowenen mit einem Dreier 46:44 in Führung. Es folgte ein packendes Schlussviertel, in dem es unter den Körben keine leichten Punkte mehr gab und beide Teams ihre Dreier trafen. Aber die Slowenen trafen in der Crunch-Time nur 1/5 Freiwürfe, während auf der Gegenseite Nikos Zisis und Antonis Fotsis mit drei Dreiern zum 60:69-Sieg antworteten.