Griechenland trotz Niederlage im Viertelfinale

EM 2011, Zwischenrunde in Vilnius, 4. Spieltag:

Am vierten Zwischenrundenspieltag stand bei der EM wieder die Gruppe F auf dem Parkett. Dabei kassierte Griechenland im Spiel des Tages zwar eine klare 67:83-Niederlage gegen die noch ungeschlagenen Russen, buchte aber trotzdem das Ticket für das Viertelfinale, weil Verfolger Slowenien mit 59:68 das nächste Opfer des Überraschungsteams aus Mazedonien wurde. Am Montag müssen die Slowenen sich jetzt im direkten Duell mit Finnland (87:73 über Georgien) um den vierten Platz in der Gruppe F streiten. Die Georgier haben nach ihrer Niederlage gegen Finnland keine Chance mehr, das Viertelfinale zu erreichen. Russland und Mazedonien  spielen am Montag um den Gruppensieg.

Georgien – Finnland 73:87 (13:22, 20:14, 19:25, 21:26)

Finnland errang seinen ersten Zwischenrundensieg dank seinen gut aufgelegten Dreierschützen (13/26 als Team). Topscorer Mikko Koivisto (14 Punkte, 4/9 Dreier) fand dabei Unterstützung von gleich fünf weiteren zweistellig punktenden Mitspielern. Gegen diese ausgewogene Scorer-Armada gelang es Georgien nicht, das Fehlen zweier verletzter Schlüsselspieler (Center Zacha Pachulia und Spielmacher Giorgi Tsintsadze) zu kompensieren. Zwar erholte sich das Team um den agilen Power Forward Viktor Sanikidze (16 Punkte und 9 Rebounds) noch von der ersten finnischen Dreierserie zum13:22, verkürzte im zweiten Viertel auf 21:22) und hielt die Partie bis ins dritte Viertel hinein offen (46:48). Aber als die Finnen im Schlussviertel zu ihrer nächsten Dreierserie ausholten, war der Widerstand gebrochen.

Mazedonien – Slowenien  68:59 (20:16, 19:15, 15:11, 14:17)

Nach Kroatien und Griechenland schockte Mazedonien bei der EM mit Slowenien den nächsten höher eingeschätzten Gegner. Als Matchwinner fungierten dabei einmal mehr die beiden Spielmacher Bo McCalebb (19 Punkte) und Vlado Ilievski (14). Auf der anderen Seite haderten die Slowenen mit Ausnahme von Goran Dragic (20 Punkte, darunter die ersten elf der Slowenen) mit einer schwachen Dreierquote (4/23), die es schwer machte, mit den von ihrem Spielmacherduo souverän dirigiertem Mazedoniern mitzuhalten. Auch das verletzungsbedingte Ausscheiden ihres Power Forwards Todor Gecevski im dritten Viertel warf Mazedonien nicht mehr aus der Bahn. Zwar verkürzte Slowenien im Schlussviertel – natürlich mit Goran Dragic – noch einmal auf 63:57, doch bei nur noch einer Minute auf der Shotclock erstickte Vlado Ilievski dieses späte slowenische Strohfeuer mit einem Dreier. 

Griechenland – Russland 67:83 (16:15, 23:27, 18:23, 10:18)

Russland setzte mit seinem das Geschehen unter den Körben dominierenden Center Timofej Mozgov (19 Punkte) und dem alle Lücken stopfenden Andrej Kirilenko (13 Punkte, 8 Rebounds und 5 Assists) ein weiteres Ausrufezeichen. Griechenland traf bis zur Mitte des zweiten Viertels jeden Dreier (5/5) und hielt den Spielstand damit bis zur Pause offen (39:42). In der Folge vom Wurfglück verlassen (nur noch 1/16), gerieten die Hellenen jedoch zunehmend ins Hintertreffen (49:58). Einzig Center Kostas Koufos (15 Punkte) setzte jetzt noch gegen die starke russische Defense Zeichen und brachte sein Team noch einmal auf 55:60 heran. Dieses letzte griechische Aufbäumen wurde aber noch vor der letzten Viertelpause durch einen Dreier aus der Ecke von Vitali Fridzon abgewürgt. Im Schlussviertel schaukelte Russland seinen zweistelligen Vorsprung souverän nach Hause.