Russland und Slowenien buchen die Zwischenrunde

EM 2011 in Litauen, 3. Spieltag (Gruppen C + D):

Nachdem Deutschland und die anderen Teams in den Vorrundenruppen A und B ihren dritten Spieltag bereits am Freitag absolviert hatten,  standen am Samstag die dritten Spiele in den Gruppen C und D auf dem Programm. Dabei buchten in der Gruppe D Russland und Slowenien mit ihren dritten Siegen die ersten Zwischenrundentickets. Beide profitieren von der für sie günstigen Konstellation, dass die drei Verfolger in der Gruppe (Georgien, Ukraine und Bulgarien) schon zwei Siege Rückstand aufweisen und – da sie noch gegeneinander spielen – Russland und Slowenien nicht mehr von den ersten vier Plätzen verdrängen können. Offener denn je ist hingegen die Gruppe C, nachdem Griechenland dort eine überraschende 58:72-Niederlage gegen Mazedonien hinnehmen musste und Finnland gegen Bosnien-Herzegowina mit 92:64 seinen ersten Sieg landen konnte. Am Sonntag steht in allen Gruppen wieder ein kompletter Spieltag auf dem Programm.

Gruppe C (Alytus)

Finnland machte mit einem vor allem in der Höhe überraschenden 92:64 über Bosnien & Herzegowina einen großen Sprung vom letzten auf den vierten Tabellenplatz und darf somit in der noch total offenen „Balkan-Gruppe“ wieder von der Zwischenrunde träumen. Zur Pause nur knapp 42:38 vorne, spielten die Finnen die Bosnier mit einer tollen Teamleistung (fünf Scorer zweistellig) in einem wahren Spielrausch 34:18 an die Wand. Für eine noch größere Überraschung sorgte im folgenden Spiel Mazedonien mit seinem 72:58 über die bislang ungeschlagenen Griechen. Angeführt vom überragenden Spielmacher Bo McCalebb (27 Punkte und 4 Assists) legten die Mazedonier ein sehr schnelles Tempo vor, dem die Griechen nicht viel entgegenzusetzen hatten. Überhastete Würfe führten zu einer mageren griechischen Wurfquote von nur 31 Prozent und am Ende zur ersten Niederlage bei dieser EM. Kroatien, am 2. Spieltag ebenfalls Opfer des mazedonischen Tempospiels, revanchierte sich am dritten Spieltag mit einem 87:81 über Montenegro. Angeführt vom überragenden Ante Tomic (26 Punkte und 8 Rebounds) und mit 7/11 Dreiern von Marko Popovic führten die Kroaten von der ersten bis zur letzten Minute.

Gruppe D (Klaipeda)

Keine Überraschungen gab es unterdessen in der Gruppe D, obwohl Slowenien bei seinem 87:75 über Georgien in einem hochklassigen Spiel mehr kämpfen musste als das Resultat vermuten läßt. Georgien fand mit 15:25 nämlich im ersten Viertel deutlich besser ins Spiel. Slowenien benötigte das starke Guard-Duo Jaka Lakovic und Saso Ozbolt (zusammen 43 Punkte und 9/19 Dreier), um das Spiel bis zur Pause auszugleichen und im Schlussviertel auf seine Seite zu ziehen. Einfacher hatte es Russland mit 22 Punkten durch Vitali Fridzon bei seinem 79:58 über die weiter sieglosen Belgier. Ihren ersten Sieg  (67:58) landete unterdessen die Ukraine mit einem gut aufgelegten Oleg Kolchenko (18 Punkten ohne Fehlwurf). Die Ukraine geht damit punktgleich mit Georgien und Bulgarien ins Rennen um die Plätze drei und vier.