Biografie Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki
NBA-Titel als vorläufige Krönung der Karriere

Im Rampenlicht

Wie kein anderer deutscher Basketballer zuvor steht Nowitzki im Rampenlicht. Das ist in Deutschland nicht anders als in den USA: Alle wollen was von Nowitzki. Der aktuelle NBA-Champion ist das Aushängeschild des deutschen Basketballs und der „Franchise Player“, das Gesicht der Dallas Mavericks. Sein laufender Vertrag mit dem Club aus Texas macht ihn zu einem der reichsten deutschen Sportler. Darauf angesprochen sagt er Sätze wie: „Das Geld ist mir nicht so wichtig. Ich spiele einfach für mein Leben gern Basketball.“ Oder: „Ich bin lieber einer von zwölf.“ Es ist wirklich so.

Dirk Werner Nowitzki, im Juni 1978 in Würzburg, Unterfranken geboren. Vater Jörg: Bundesliga-Handballspieler, Mutter Helga und Schwester Silke: Basketball-Nationalspielerinnen. Der junge Nowitzki aber turnt und spielt Tennis. Erst mit zwölf Jahren beginnt der Schlaks am Gymnasium, später bei der DJK Würzburg mit dem Basketball. Dirk wächst mit den Chicago Bulls um Michael Jordan und Scottie Pippen auf und erlebt den überraschenden Erfolg der deutschen Auswahl bei der EM 1993. Nur wenig später wird der ehemalige Nationalspieler Holger Geschwindner auf das beflissene Würzburger Talent aufmerksam: „Du machst noch viel falsch“, sagt er zum jungen Nowitzki. „Aber das, was du richtig machst, machst du sehr gut.“
Geschwindner nimmt den 16-Jährigen persönlich unter seine Fittiche und bringt ihm das Basketball-Handwerkszeug bei: Trainiert werden Technik, Körper und Geist, oft auch mit unkonventionellen Methoden aus anderen Disziplinen wie Fechten, Rudern, Schach oder der Musiklehre. Mit der Hilfe seines Mentors reift Nowitzki zum internationalen Ausnahmespieler.

Auf dem Court

… ist Dirk Nowitzki ein Ausnahmetalent. Für einen Spieler seiner Größe (2,13 Meter) wirft er Körbe wie ein Shooting Guard. Er ist auf mehreren Positionen einsetzbar: Beweglich wie nur wenige große Basketball-Spieler, kann Nowitzki nach einem eigenen Rebound nach vorne dribbeln, den offenen Mitspieler finden oder per Dunking, Korbleger oder Sprungwurf abschließen. Als einziger NBA-Profi ist er in der letzten NBA-Saison in den Top 10 für Punkte und Rebounds gewesen. Fazit: In der Offensive ist Nowitzki nur schwer zu stoppen. “Wenn Dirk in unserer Ära gespielt hätte”, sagt der ehemalige NBA-Coach Rudy Tomjanovich, „hätten wir gesagt: Der Typ ist von einem anderen Planeten. Er ist über 2,10 Meter groß, er kann dribbeln, er kann einfach über die Leute hinweg schießen. Er kann dies, er kann das. Dirk ist einfach ein großartiger Spieler.“

In der Defensive hat sich Nowitzki nach harten Lehrjahren zusehends verbessern können. Die Zeiten, in denen über „Irk“ gespottet wurde – das „D“ in Nowitzkis Vornamen wurde in Anspielung auf seine Defensiv-Tauglichkeit weggelassen – sind längst vorbei.
Früh musste sich Nowitzki auch aufgrund seiner Fähigkeiten an die Führungsrolle innerhalb der Nationalmannschaft einstellen – und andersrum auch seine Mitspieler. Basketball bleibt jedoch ein Teamsport, das weiß auch ein Ausnahmespieler wie Nowitzki: „Wenn ich mal einen schlechten Tag habe, habe ich nichts dagegen, wenn mir jemand die Verantwortung abnimmt.“ Für DBB-Coach Bauermann ist es nicht nur deshalb „eine unheimlich reizvolle Aufgabe“, einen Spieler vom Kaliber Nowitzkis zu integrieren.

Das sollte zumindest zwischenmenschlich kaum schwer fallen, denn trotz seines „Superstar“-Status und trotz der Millionen auf dem Bankkonto ist Nowitzki ein umgänglicher, familiärer Typ geblieben. Ein familiärer Basketball-Junkie, der an sich gar nicht gerne im Mittelpunkt stehen mag. „Der Rummel ist mir manchmal peinlich“, gesteht er. Der Deutsche ist stiller Gründer einer wohltätigen Stiftung für Kinder und engagiert sich öffentlich für den Kampf gegen Drogen. „Dirk hat ein Herz aus Gold“, sagt Mark Cuban, Unternehmer, Milliardär und Mavs-Eigentümer.
Im Spätsommer ist Nowitzki immer daheim in Würzburg. Er trainiert dann wie früher in einer kleinen Turnhalle, zu der eine Bäckerin den Schlüssel in ihrer Wechselkasse aufbewahrt. Wenn Nowitzki in Badelatschen dort morgens am Frühstückstisch Gebäck isst, scheint die funkelnde NBA ganz weit weg.

Von Würzburg nach Dallas
Im Alter von 17 Jahren ist Nowitzki Stammspieler in der U18-Nationalmannschaft. Noch als Zweitligaspieler feiert er sein Debüt in der DBB-Auswahl im Februar 1997. Gemeinsam mit Robert Garrett, Demond Greene und Marvin Willoughby schafft die DJK den Bundesliga-Aufstieg. Der 19-Jährige wird zur heiß umworbenen Ware auf dem internationalen Spielermarkt.
Auch Nationaltrainer Dirk Bauermann, damals Chefcoach von Bayer Leverkusen, stattet den Nowitzkis in Würzburg einen Besuch ab. „Mit meinen Eltern saß er in unserem Wohnzimmer und versuchte mich zu überreden“, erinnert sich Nowitzki. Die NBA klopft auch an – ein Jugendtraum nimmt konkrete Form an.

1998 draften die Milwaukee Bucks Nowitzki an neunter Stelle und handeln ihn gleich im Anschluss in einem Tauschgeschäft an die Dallas Mavericks aus Texas weiter – Alltag im NBA-Business. Die hohe Position im Draft – für einen ausländischen Spieler ohne College-Erfahrung – hat sich Nowitzki durch einen Auftritt beim namhaften „Nike Hoop Summit“ erobert. In einer Nacht- und Nebelaktion fliegt er mit Coach Geschwindner in die USA, um mit einer europäischen Jugendmannschaft gegen eine amerikanische High School- Auswahl anzutreten. Es wird Nowitzkis bis dato wichtigstes Spiel: Er erzielt 33 Punkte und 12 Rebounds, die NBA-Scouts sind außer sich.

Der damalige Chef-Coach der Mavs, der in seinen Methoden oft unorthodoxe Don Nelson, kann sein Glück über die Verpflichtung des Deutschen kaum fassen. Nelson, ein Kenner der europäischen Basketball-Szene, vergleicht die Talente des in den USA kaum bekannten Nowitzki bereits vor seinem ersten NBA-Spiel mit denen von Larry Bird, dem legendären Flügel-Spieler der Boston Celtics. Außerdem prophezeit Nelson, dass Nowitzki „Rookie“ des Jahres werden wird. Die Medien taufen den Deutschen das „German Wunderkind“, er gilt als neue große, weiße Hoffnung in der von afro-amerikanischen Spielern dominierten Liga – eine aberwitzig hohe Messlatte für einen 19-Jährigen Würzburger, der bislang nur in der zweiten deutschen Liga gespielt hat.
Ein „Lockout“ verzögert das Debüt in der NBA bis zum Frühjahr 1999. Nowitzki nutzt die freie Zeit, kehrt nach Deutschland zurück und verabschiedet sich in 18 Bundesligaspielen von seinem Heimatverein DJK Würzburg. Er erzielt dabei 22 Punkte pro Spiel. Im Februar ist es schließlich soweit: Gleich in seinem ersten NBA-Spiel trifft er auf die Seattle Supersonics mit Detlef Schrempf, dem gebürtigen Leverkusener, dessen Nachfolge er als einziger deutscher NBA-Spieler antreten wird.

Relativ schnell stellt sich heraus, dass wie für jeden Rookie die Umstellung auf den NBA-Lifestyle und den schnelleren und physischeren Basketball in der Profiliga Zeit braucht, insbesondere für die europäischen Spieler. Nowitzki tritt nun fast täglich gegen Spieler an, die er bisher nur aus dem Fernsehen und von Postern kennt. Nelsons arglose Vorschlusslorbeeren erweisen sich als Trugschluss: Mit einem Schnitt von 8 Punkten in 20 Minuten Einsatzzeit beendet Nowitzki die verkürzte NBA-Saison. „Am Anfang“, erzählt Nowitzki rückblickend, „habe ich mir erst mal alles von außen angeschaut, vieles verarbeitet, gelernt und mich langsam in die Materie rein gearbeitet.“


Durchbruch mit der DBB-Auswahl und den Dallas Mavericks

Bereits nach seinem ersten NBA-Jahr tritt Nowitzki wieder für die deutsche Nationalmannschaft an: Bei der EM 1999 in Frankreich belegt die deutsche Equipe den 7. Platz, Nowitzki ist ihr Topscorer. Von da an geht es steil bergauf: Zurück in Amerika erzielt er in seinem zweiten NBA-Jahr für die Dallas Mavericks rund 18 Punkte und 7 Rebounds pro Partie, bei der Wahl zum „Most Improved Player“ belegt er Platz zwei.

Das Jahr 2001 markiert für Nowitzki den endgültigen Durchbruch in der NBA: Er steigert seine statistischen Werte auf 22 Punkte und 9 Rebounds und wird von den Trainern erstmals in das All-Star-Team berufen – der zweite Deutsche nach Detlef Schrempf. Die Mavericks ziehen seit zehn Jahren wieder in die Play-Offs ein. Dort ist erst im Conference-Halbfinale Endstation, der Underdog scheitert an den San Antonio Spurs.
In Europa bei der EM in der Türkei 2001 führt ein überragender Nowitzki die DBB-Auswahl bis ins Halbfinale, wo sie unglücklich gegen den Gastgeber ausscheidet. Mit dem vierten Platz etabliert sich die deutsche Mannschaft aber unter dem damaligen Nationaltrainer Henrik Dettmann unter den besten Mannschaften Europas.
Bei der Weltmeisterschaft 2002 in den USA schafft sie gar die Sensation und belegt den dritten Platz. Nowitzki erzielt 28 Punkte pro Spiel und wird zum MVP des Turniers gewählt. Die Bronzemedaille von Indianapolis ist ebenso ein Meilenstein in der Geschichte des DBB wie der Gewinn der Europameisterschaft 1993.

In Texas entwickeln sich die Mavs um das Trio Steve Nash, Michael Finley und Dirk Nowitzki zu einem Titelanwärter. In der Saison 2003 gewinnen sie 60 Spiele und erreichen erstmals das Conference-Finale. Gegen den späteren Champion aus San Antonio mit Tim Duncan trifft Nowitzki in der dritten Partie erstmals das Verletzungs-Pech: Wegen einer Bänderdehnung muss er die restlichen Spiele der Mavs von der Bank aus miterleben.

Eine herbe Enttäuschung wird auch die anschließende EM in Schweden. Das bittere Aus in der Vorrunde bedeutet, dass Nowitzki seinen zweiten großen Traum, die Teilnahme an Olympischen Spielen, von 2004 (Athen) auf 2008 (Peking) verschieben muss. Traum Nummer drei, die NBA-Meisterschaft mit den Dallas Mavericks, rückt 2004 in weite Ferne, eine „verlorene“ Saison so Nowitzki.
Ein Jahr später sind die Führungsqualitäten des Power Forwards nach dem Wechsel seines kongenialen Partners Steve Nash zu den Phoenix Suns mehr denn je gefordert. Die Dallas Mavericks sind jetzt „sein“ Team. Mit 27 Zählern pro Spiel widerlegt er alle übrig gebliebenen Kritiker. Rund 10 Rebounds, 3 Assists und 2 geblockte Würfe komplettieren die persönliche Statistik. Nowitzki ist damit der einzige NBA-Spieler, der in den Kategorien Punkte und Rebounds in den Top 10 vertreten ist.
Im Conference-Halbfinale kommt es zum Wiedersehen mit Freund und MVP Steve Nash: Der Playmaker führt die Phoenix Suns nach 4 zu 2 Siegen über die Mavericks in die nächste Runde – Nowitzki bleibt wie das gesamte Team in der Serie unter seinen Möglichkeiten.

Rosige Zukunft

Es verblüfft gar nicht die Selbstverständlichkeit, mit der sich Nowitzki nach einer Saison mit über 80 absolvierten Spielen stets dazu bereit erklärt, in seiner knappen Zeit für die Nationalmannschaft anzutreten. Es ist vielmehr die offene Freude an der Kameradschaft, endlich wieder einer der „Jungs“ zu sein – und mit ihnen auf internationalem Parkett etwas zu erreichen.

Was es bedeutet, über 95 Spiele der Leader einer Mannschaft zu sein, für Erfolg und Misserfolg verantwortlich zu sein, hat Nowitzki zum wiederholten Male erlebt Nowitzki . Der 27-Jährige hat die vielleicht beste Saison seines Lebens gespielt, konnte die Mavericks aber in den Playoffs noch nicht zum ersehnten NBA-Finale führen – aus solchen Erfahrungen lernt man.
Denn Nowitzki ist sich bewusst, dass er trotz seines erreichten Status noch ein Basketball-Schüler ist. Anders gesagt: Der Würzburger wird noch besser werden – als Spieler und als Leader.

Bei der Europameisterschaft 2005 in Serbien und Montenegro avancierte Dirk Nowitzki zum absoluten Superstar. Er schloss das Turnier als Topscorer (26,1 Pkt) und zweitbester Rebounder (10,5) ab. Zusätzlich wurde er ins All-Star Team gewählt und zum wertvollsten Spieler des Turniers (MVP) überhaupt gewählt. Doch der größte Erfolg für ihn war das Erreichen des Finales mit der Mannschaft und die Ehrung durch die Silbermedaille.

In der NBA-Saison 2005/06 schaffte Dirk Nowitzki das, was seine Kritiker nicht für möglich gehalten hatten, er steigerte sich erneut. In einer sensationellen Saison erzielte er durchschnittlich 26,6 Punkte, griff sich 9,0 Rebounds pro Spiel und führte seine Mavericks in die Finals der Playoffs.

In den Finals warteten die Miami Heat rund um die NBA-Stars Dwyane Wade und Shaquille O`Neal. Der Würzburger sah sich nach einer aufzehrenden Saison erneut einer starken Defense gegenüber, die ihren Fokus auf das Spiel von Dirk Nowitzki setzte. Mit dem Ballerhalt sah sich Nowitzki ständig zwei bis drei Verteidigern gegenüber, die ihm jeden Wurf erschwerten. Der Würzburger spielte aufopferungsvoll, musste sich jedoch in Spiel sechs, trotz seiner 29 Punkte, den Miami Heat geschlagen geben. Obwohl Dirk Nowitzki in dieser Saison noch nicht die NBA-Meisterschaft feiern konnte, hat er erneut bewiesen, dass er ein unglaubliches Potential besitzt. Er hat bewiesen, dass er konstant auf einem Niveau spielen kann, welches weltweit nur wenige Spieler abrufen können. Highlight der Saison war sicherlich seine Galavorstellung im März 2006, als er den völlig überforderten Golden State Warriors grandiose 51 Punkte einstreute.

Nach einer verdienten Pause streifte sich dann Dirk Nowitzki wieder das Nationalmannschaftstrikot über, um bei der WM 2006 in Japan an die Erfolge der EM 2005 anzuknüpfen.

Bei der Weltmeisterschaft in Japan war Nowitzki einmal mehr der überragende Akteur im DBB-Team. Obwohl er nach der langen NBA-Saison nur sehr wenig Zeit zur Regeneration hatte, war er mit durchschnittlich 23,2 Punkten zweitbester Scorer des Turniers. Herausragend war dabei seine Leistung im letzten Vorrundenspiel gegen Angola, in dem er 47 Punkte erzielte. Zusätzlich war er der beste Rebounder des Turniers.

Ein Ende seiner Erfolgsstory ist nicht abzusehen. In der Saison 2006/07 spielte er erneut eine herausragende Rolle bei seinen Mavericks und führte sein Team zur ligaweit besten Bilanz von 67 Siegen bei 15 Niederlagen. Durchschnittlich erzielte er 24,6 Punkte und holte sich 8,9 Rebounds. Vor allem seine Effektivität von über 28 war beeindruckend und ebenso seine Dreierquote von über 40 Prozent.

Doch der regulären Saison folgte in den Playoffs das schnelle Ende mit Schrecken. Nahezu wehrlose Mavericks unterlagen dem Underdog Golden State Warriors mir 2:4, aus der Traum vom NBA-Titel. Auf den in den Playoffs schwachen Nowitzki prasselte in den USA eine Menge Häme ein. Fast schon als Hohn empfand der Würzburger die anschließende Wahl in das ALL NBA First Team der regulären Saison – zum 3. Mal in Folge – die er ob der großen Enttäuschung in den Playoffs kaum zu würdigen wusste. Am 15. Mai 2007 erhielt der Würzburger als erster Europäer die Auszeichnung als Most Valuable Player (MVP) der regulären NBA-Saison. Das darf man dann aber doch als vorläufige Krönung seiner Karriere bezeichnen. Darüber hinaus erhielt Dirk Nowitzki im Mai aus den Händen des DBB-Präsidenten Ingo Weiss den goldenen Ehrenring des Deutschen Basketball Bundes.

Nach dem jähen Ende aller NBA-Meisterschaftsträume gönnte sich Dirk Nowitzki eine zwei-monatige Auszeit vom Basketball. Gemeinsam mit Holger Geschwindner schnallte sich der 29-jährige den Rucksack auf den Rücken und tourte durch Australien. Bei diesem “Old School Trip” konnte der amtierende MVP abschalten; auch weil er außer an Anziehungspunkten für Touristen wie dem ‘Uluru’ (Ayers Rock) die meiste Zeit unerkannt blieb.

Voller Elan kehrte Nowitzki dann nach Deutschland zurück, um sich der Erfüllung eines weiteren Zieles in seiner Karriere zu widmen: Olympia 2008 in Peking. Um die direkte Qualifikation zu erreichen, musste sich die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Spanien mindestens unter den ersten drei Mannschaften platzieren. Nach einem Turnier mit Höhen und Tiefen erreichete das Team den 5. Platz und darf somit am vorolympischen Qualifikaktionsturnier teilnehmen. Dirk Nowitzki stellte erneut unter Beweis, wie wichtig er für die Nationalmannschaft ist. Er sammelte im Schnitt 8,7 Rebounds, verbuchte 1,6 Assists und erzielte 24 Punkte. Damit wurde Nowitzki als bester Scorer des Turniers ausgezeichnet.

In der Saison 2007/2008 will sich Dirk Nowitzki bestensfalls gleich zwei seiner sportlichen Träume erfüllen: die Meisterschaft mit seinen Dallas Mavericks (http://www.mavs.com) sowie die Qualifikation zur Olympiade in Peking mit der Nationalmannschaft.

Bereits in der laufenden Saison gelang es Dirk Nowitzki, sich in die Geschichtsbücher der Dallas Mavericks einzutragen. Beim 111:91-Sieg gegen die New Jersey Nets markierte er den 16.644 Punkt im Trikot der Mavs. Damit überholte er Club-Legende Rolando Blackman in der Statistik der eifrigsten Mavs-Punktsammler um einen Zähler. Im Zuge der NBA-Saison 2007/08 folgten weitere Punkte für den konstant spielenden Nowitzki – dennoch war der Franke im Angriff der Mavericks häufig auf sich alleine gestellt. Der unkonstante Saisonverlauf der Mannschaft aus Texas veranlasste Clubbesitzer Mark Cuban zum Handeln: Aufbauspieler Jason Kidd wurde Mitte Februar nach Dallas geholt, um mit einem erfahrenen Spieler das Saisonziel Meisterschaft anzugehen. Doch das vielfach zitierte Saisonziel schien Mitte März in weite Ferne zu rücken: im Spiel gegen die San Antonio Spurs kam Dirk Nowitzki nach einem geblockten Wurf von Ime Udoka unglücklich auf und zog sich Verletzungen am oberen Sprunggelenk und dem Knie zu. Die Mavericks strauchelten in den darauf folgenden Begegnungen ohne Nowitzki. Umso größer der Jubel bei dem so wichtigen Comeback gegen Dallas’ “Angstgegner” die Golden State Warriors als Nowitzki seine Mavericks zum 111:98-Heimsieg führte. Durch den stark aufspielenden deutschen Nationalspieler gelang in den folgenden Spielen auch die Qualifikation für die Play-Offs.
Die reguläre Saison beendeten die Mavericks auf Platz 7 der starken Western Conference und trafen so auf den Zweitplatzierten, die New Orleans Hornets. Dallas bekam in den ersten beiden Auswärtsspielen MVP-Kandidat Chris Paul selten in den Griff und verlor selbige Auftaktspiele. Die traditionell heimstarken Texaner steigerten sich allerdings in der dritten Partie und verkürzten durch den 97:87-Erfolg auf 1:2 in der Serie. Angeführt wurden sie von einem starken und konstant spielenden Dirk Nowitzki (Play-Off Statistiken 2008: 26,8 Punkte, 12 Rebounds und 4 Assists). Das zweite Heimspiel in Dallas offenbarte die sich durch die Saison ziehende Schwäche der Dallas Mavericks, eine Führung nicht verteidigen zu können. Die New Orleans Hornets gewannen auch das vierte Play-Off Spiel zum vorentscheidenden 3:1-Zwischenstand. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung konnte Dallas nicht in New Orleans gewinnen und mussten nach der 94:99-Niederlage zum zweiten Mal in Folge in der ersten Runde der Play-Offs die Segel streichen. Bereits einen Tag nach der Niederlage zog die Clubführung erste Konsequenzen und trennte sich von Cheftrainer Avery Johnson.

2009 hielt Dirk Nowitzki sich an seine Absprache mit Dallas-Boss Mark Cuban und verzichtet auf die EM-Teilnahme mit der deutschen Nationalmannschaft, um sich voll auf die Mavericks zu konzentrieren. Auch in der Saison 2009/10 spielt der Deutsche eine überragende Rolle im Team der Texaner. Mit 24,8 Punkten, 7,6 Rebounds und 2,7 Assists im Schnitt, hat Nowitzki einen erheblichen Anteil an der vorzeitigen Play-off-Qualifikation. Im März 2010 spielte er sich zudem mit 20 714 erzielten Punkten als bisher einziger Europäer in die Top-30 der NBA-Scorer-Liste.

Doch die ganz große Krönung erfolgte im Frühsommer 2011, als es Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks nach einer bereits glänzenden Saison gelang, sich den NBA-Titel zu holen. In den NBA-Finals wurden die Miami Heat mit 4:2 bezwungen, Dirk Nowitzki wurde zudem MVP der Finalserie. Nach rund zweiwöchigen Feierlichkeiten in den USA wurde de Würzburger auch in seiner Heimatstadt gebührend empfangen. Ein ganzer Tag wure ihm gewidmet: mit TV-Pressekomnferenz vor 3.000 Zuschauern in der s.Oliver Arena, dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Würzburg und einer Riesenfeier auf dem Residenzplatz mit rund 10.000 begeisterten Fans.

Stand: 1. Juli 2011 

 

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