Biografie Jan Hendrik Jagla

Jan-Hendrik Jagla
Im DBB-Team etabliert


Jan-Hendrik Jagla (geb. am 25.06.1981) ist der Prototyp des modernen Forwards. Groß, sehr beweglich und mit einer guten Technik ausgestattet. Das sind die Attribute, die den 2,13 großen Nationalspieler auszeichnen. Jagla besitzt enormes Ballgefühl, sein Mitteldistanzwurf ist eine seiner vielen gefährlichen Waffen.

Seine basketballerische Ausbildung begann Jagla im Alter von sieben Jahren beim TuS Neukölln, mit dem er später als C- sowie D-Jugendlicher Norddeutscher Vizemeister wurde. Nach einem Austauschjahr in den USA wechselte er in die B-Jugend des TuS Lichterfelde. In den Jahren 1999 bis 2001 kam Jagla als Doppellizenzspieler sowohl in der zweiten Liga als auch bei ALBA Berlin zum Einsatz. Danach zog es den gebürtigen Berliner in die USA ans College. Bei den Penn State Nittany Lions avancierte er schon in der ersten Saison zum Leistungsträger (7,4 Punkte, 5.8 Rebounds). In seinem zweiten Jahr (2002/03) konnte er seine Statistiken noch einmal in die Höhe schrauben. Jagla erzielte durchschnittlich 9,3 Punkte (drittbester Scorer seines Teams) und holte 6,8 Rebounds. Mit insgesamt 45 Blocks war er der beste Shot-Blocker der “Lions”. Im Monat März kam er in drei Partien sogar auf 17,3 Punkte im Schnitt. Von diesen Werten beeindruckt, nominierte ihn A2-Bundestrainer Berthold Bisselik für einen Lehrgang in Heidelberg.

Dort machte der Youngster einen so guten Eindruck, dass Henrik Dettmann ihn für den vorläufigen EM-Kader nominierte. Und sein Einstand in der Nationalmannschaft am 06.08.2003 hätte gar nicht besser verlaufen können. Beim Jubiläumsspiel gegen das von Svetislav Pesic gecoachte Europameister-Team von 1993 war Jagla mit 12 Punkten bester Scorer seiner Mannschaft. Und auch beim Vorbereitungsturnier 2003 in Finnland stand er in allen drei Partien auf dem Parkett.

In der Saison 2004/2005 unterschrieb Jagla beim griechischen Erstliga-Aufsteiger Panellionis Athen. Dort hielt es ihn aber nicht lange, denn in der laufenden Saison zog es Jan Hendrik Jagla zurück nach Deutschland, genauer zu den Artland Dragons. 25 Spiele absolvierte er dann noch in Quakenbrück, erzielte 6,7 Punkte bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 12:50 Minuten. Ein ordentliches Resultat. Seinen Vertrag bei den Dragons verlängerte Jagla allerdings nicht und wechselte nach Spanien.

Beim Zweitligisten Drac Inca Mallorca unterzeichnete Jan einen Vertrag und fügte sich schnell ein. In 28 Spielen erzielte er im Durchschnitt 11 Punkte und griff sich 8 Rebounds pro Spiel. Mit seinen Leistungen hat Jagla auf sich aufmerksam gemacht und die Nominierung für die Weltmeisterschaft 2006 in Japan war nur noch folgerichtig. Für ihn ging es in erster Linie darum auf internationalem Parkett Erfahrung zu sammeln. Er kam in sechs Partien zum Einsatz und erzielte 2,2 Punkte im Durchschnitt.

Sein wirklicher Durchbruch im Ligabetrieb gelang ihm in der Saison 2006/07, als er zum türkischen Spitzenteam Türk Telekom Ankara wechselte und dort mit durchschnittlich 15,5 Punkten wichtiger Eckpfeiler geworden ist. Jagla konnte auch im Fiba Eurocup überzeugen und entwickelte sich zu einem der Leitwölfe im Team. Seine starken Leistungen brachten ihm im Frühjahr 2007 sogar die Nominierung ins All-Star-Team der besten 12 Ausländer der Liga ein.

Bei der Europameisterschaft 2007 in Spanien etablierte sich der Forward im deutschen Nationalteam. Bei 14,2 Minuten pro Spiel erzielte Jagla 6,2 Punkte und sicherte sich 4,9 Rebounds. Neben seiner Präsenz an den Brettern stellte Jan Hendrik Jagla auch immer wieder seine Treffsicherheit bei Distanzwürfen unter Beweis, was durch eine eindrucksvolle Dreierquote von 57,1 Prozent verdeutlicht wird.

Zur Saison 2007/2008 unterschrieb Jagla beim spanischen Spitzenclub DKV Joventut Badalona und traf mit seinem neuen Team im ULEB-Cup auf ALBA Berlin. Nicht nur gegen Alba Berlin gestaltete Jan-Hendrik Jagla und sein Club die Spiele positiv. Joventut Badalona setzte sich zudem im Final-Eight-Turnier durch. Im Finale bezwang die Mannschaft um Jagla und den spanischen Superstar Rudy Fernandez Akasvayu Girona deutlich mit 79:54. Im Halbfinale überzeugte Jagla mit 13 Punkten und vier Rebounds und knüpfte damit nahtlos an seine exzellenten Statistiken aus der ACB-Liga an.

Im Sommer 2008 nahm er mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Peking teil, bei denen er bei einer Spielzeit von 64 Minuten 5,8 Punkte, 4,6 Rebounds und 0,8 Assists im Schnitt machte. In der Saison 2008/2009 kam Jagla in Badalona auf durchschnittlich 7,6 Punkte, 3,7 Rebounds und 0,6 Assists. Im Sommer 2009 gehörte Jagla zu den erfahrensten DBB-Akteuren und schaffte den Sprung in den EM-Kader. In Polen kam er auf folgende Statistiken: 6 Spiele 135 Minuten, 9,3 Pkt. im Schnitt, 6,3 Reb. im Schnitt. Dirk Bauermann sagte nach der EM 2009 über ihn: “Insgesamt war es ein sehr erfreulicher Sommer für Jan. Auch ohne ihn hätten wir die Zwischenrunde nicht erreicht, denn er hat z.B. im Spiel gegen Lettland sein Herz in beide Hände genommen und uns in die nächste Runde geworfen. Für Jan wird es wichtig sein, dass er seine Leistung auf einem hohen Niveau stabilisieren kann. Außerdem sollte er nicht immer so hart mit sich ins Gericht gehen, das ist manchmal kontraproduktiv. Jan hat bei der EM super gereboundet und sich auch in der Defense weiterentwickelt. Auch seine Führungsposition im Team hat er gut angenommen.”

In der Saison 2009/2010 streifte Jagla sich das Trikot des polnischen Europaligisten Asseco Prokom Sopot über. Neben der Meisterschaft konnte das Team sogar bis ins Viertelfinale der Euroleague einziehen. Ein Jahr später war Jagla nach dem Ausscheiden seines polnischen Klubs aus der Euroleague erneut in der Türkei bei Türk Telekom Ankara aktiv. Unlängst wurde sein Wechsel zum FC Bayern München bekannt gegeben.

Stand: 1. Juli 2011

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