Biografie Steffen Hamann

Steffen Hamann
Erahrung im Spielaufbau

Steffen Hamann (geb. 14.06.1981) ist einer der Shooting-Stars im deutschen Basketball. In der Bundesliga spielte er bis 2008 für die Brose Baskets aus Bamberg. Dort gehörte er trotz seines Alters bereits zu den Führungsspielern. Der 1,93 Meter große Guard markierte in der BBL-Saison 02/03 zwar “nur” 7,6 Punkte im Schnitt, doch die Stärken und Aufgaben des Bambergers, der vom Doppellizenz-Konzept mit Breitengüßbach profitierte, liegen auch ganz woanders: harte Verteidigung und das Auge für seine Mitspieler. Mit seinem Verein (damals noch GHP Bamberg) marschierte er in der Saison 2002/03 bis in die Finalserie, wo er nach drei hart umkämpften Spielen an Serienmeister Alba Berlin scheiterte.

In der Saison 2003/2004 war Steffen Hamann einer der Leistungsträger im Team der GHP Bamberg. Im Spiel gab er nicht nur wichtige Impulse, sondern lieferte in 29,2 Minuten Einsatzzeit neben durchschnittlich 10,7 Punkten auch noch 3,4 Assists und 2,3 Rebounds. In den Play-Offs war er maßgeblich daran beteiligt, dass sein Team erneut den Einzug ins Play-Off-Finale schaffte. Leider reichte es in der Serie gegen Frankfurt wieder nur zur Vize-Meisterschaft.

Ein Jahr später – in der Saison 2004/05 – war es dann aber endgültig soweit: Steffen Hamann gewann mit seinem Club GHP Bamberg die erste Deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Hamann feierte mit seinem Team, seinem Coach Dirk Bauermann, dem gesamten Verein und allen Fans in „Freak City“ (Bamberg) eine Meisterfeier sondergleichen. Am Gewinn des Titels leistete Hamann seinen Beitrag: Mit 3,0 Assists pro Spiel war er erneut bester Passgeber seines Teams und mit 8,4 Punkten pro Spiel ein sicherer Schütze. Nach der Saison verlängerte Hamann seinen Vertrag bei Bamberg um zwei weitere Jahre, obwohl er einige lukrative Angebote aus dem Ausland bekommen hatte. Die Teilnahme an der Euroleague und das Teamkonzept habe Steffen Hamann schließlich überzeugt, bis 2007 für die Oberfranken auf Korbjagd zu gehen.

Hamann liebt es, wenn er an der Mittellinie den gegnerischen Aufbauspieler in Empfang nehmen kann. Dann wird aus dem – auf den ersten Blick – unscheinbaren gelernten Industriekaufmann ein wilder Terrier, der sich am Gegner festbeißt. Seine ungeheure Athletik und Schnelligkeit kann er dann voll ausspielen. Sein Coach und Bundestrainer Dirk Bauermann lobte ihn in den höchsten Tönen. “Steffen wird mal ein ganz Großer.”

Auch der ehemalige Bundestrainer Henrik Dettmann hält viel von dem Bamberger Eigengewächs. Bereits im Sommer 2002 beeindruckte Hamann, der immer einhundertzehn Prozent gibt, mit der A2-Nationalmannschaft bei den Global Games in Dallas. Dort avancierte er zum besten deutschen Scorer und wurde sogar ins All-Tournament-Team berufen – eine Ehre, die ihm als erstem deutschen Basketballer zuteilwurde. Seit Januar 2003 steht er auch im A-Kader im Rampenlicht: Im Spiel gegen Mazedonien gab er sein Debüt im DBB-Dress.

Schnell fand sich  Hamann im Nationalteam ein: Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Demirel und Roller wurde ihm viel Verantwortung übertragen und er avancierte im Sommer 2004 zum “Starting Point Guard” und damit zum Leistungsträger, dem die Zukunft gehörte.
In der Saison 2005/06 wurde Hamann durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen, die ihn auch die Teilnahme an der EM 2005 in Belgrad kostete. Bei einem lockeren Lauftraining erlitt er einen Kreuzbandriss und musste erst einmal pausieren, um dann langsam wieder mit dem Basketball anzufangen. Hamann arbeitete hart an seiner Genesung und erzielte für die Bamberger in 21 Spielen 7,5 Punkte im Schnitt und verteilte pro Spiel 2,1 Assists. Hamann hat allen seine Kämpfernatur bewiesen und sich pünktlich zur WM 2006 in Japan zurück ins Rampenlicht gespielt.
Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Japan stand Steffen Hamann schließlich in der Starting Five der deutschen Mannschaft. Er spielte gut 23 Minuten pro Partie und kam auf durchschnittlich 5,1 Punkte.

Kurz vor Ablauf der Wechselfrist vor der Saison 2006/2007 schockte er dann seine zahlreiche Anhängerschaft in Bamberg, als er seinen Wechsel zum italienischen Spitzenverein Climamio Bologna bekanntgab. Auch Trainer Dirk Bauermann war überrascht und wünschte seinem Schützling viel Erfolg in Bella Italia. Zunächst lief es auch sehr gut für Hamann, er spielte in der Starting Five und erfüllte seine Aufgabe besser als von so manchem erwartet. Im Spätherbst dann allerdings kam die Wende. Nach einem Trainerwechsel bekam Hamann auf einmal kaum noch Spielzeit, bevor er schließlich zum Dauerbankdrücker wurde. Gleichzeitig befand sich sein alter Verein, die Brose Baskets Bamberg, in einer schwierigen Situation, so dass wieder Kontakte hergestellt wurden. So kam es auch im Januar zum Wechsel von Hamann zurück nach Bamberg, wo er seinen festen Platz sicher hatte und zu einer wichtige Verstärkung für die Brose Baskets avancierte. Mit durchschnittlich 9,0 Punkten und 3,6 Assists machte Hamann seine Sache sehr ordentlich und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Brose Baskets die Meisterschaft gewinnen konnten.

Bei der Europameisterschaft 2007 in Spanien war Steffen Hamann weiterhin als Point Guard gesetzt. Ihm gelangen im Schnitt 2,3 Assists, 1,7 Rebounds und 5,1 Punkte. Hamann lebt nach wie vor von seiner Schnelligkeit und seinem Biss in der Verteidigung.

In der Saison 2007/2008 konnte Hamann für Bamberg in 38 Bundesligaspielen im Durchschnitt 9,8 Punkte, 2,3 Rebounds und 3,4 Assists erzielen, In der Europaliga sammelte er in 14 Spielen 8,7 Punkte, 2,3 Rebouns und konnte 2,6 Assists geben. Obwohl anfangs nicht sehr beliebt bei den Berliner Fans wechselte Hamann Ende der Saison zu ALBA Berlin. Ausgepfiffen bei einem Länderspiel gegen Polen in der Schmeling-Halle (Berlin) erzielte er trotzdem 14 Punkte, verwandelte alle acht Freiwürfe, hatte nur einen Fehlwurf aus dem Feld, gab fünf Assists, und vier Ballgewinne. Ein Jahr später kam er durchschnittlich auf 5,5 Punkte, 1,70 Rebounds und 1,50 Assists. In der aktuellen Saison (2009/10) knüpft der erfahrene Guard mit 4,77 Punkten, 1,57 Rebounds und 1,83 Assists im Schnitt nahtlos an die vergangene Spielzeit an.

Hamann stand in der A-Nationalmannschaft, die sich beim vorolympischen Turnier in Athen für die Olympischen Spiele in Peking qualifizierte und war auch bei Olympia mit dabei. Im Sommer 2009 gehörte Hamann bereits zu den “alten Hasen” im Kader von Dirk Bauermann. Er schaffte den Sprung in den EM-Kader 2009 und kam in Polen auf folgende Statistiken: 6 Spiele, 129 Minuten, 4,8 Pkt. im Schnitt, 2,8 Reb. im Schnitt, 3,8 Ass. im Schnitt. Dirk Bauermann sagte nach der EM 2009 über ihn: “Aufgrund seiner großen internationalen Erfahrung im Verein und in der Nationalmannschaft hat er der Mannschaft viel Stabilität gegeben. Seine druckvolle und aggressive Verteidigung war den jungen Spielern ein gutes Beispiel. Seine neue Kapitänsrolle hat Steffen sehr gut und effektiv erfüllt. Insgesamt kam er aber nicht ganz an seine Qualität von der Olympia-Qualifikation heran. Da haben die Fußgelenksverletzungen in den Playoffs und später beim Turnier in der Türkei sicher eine Rolle gespielt.“

Nach der Weltmeisterschaft in der Türkei zog es den gebürtigen Rattelsdorfer zum Projekt Aufstieg des FC Bayern München in die 2. Basketball Bundesliga (ProA). Unter Bundestrainer Dirk Bauermann gelang die Mission im ersten Anlauf. Hamann hatte mit 10,3 Punkten und 4,3 Assists im Schnitt großen Anteil an dem Erfolg.

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